Zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie

 

 

Vor 30 Jahren - am 17. Mai 1990 - traf die WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine folgerichtige Entscheidung: Homosexualität sollte fortan nicht mehr als Krankheit gelten. Es sollte noch ganze 14 Jahre dauern, bis die Menschenrechtsorganisation IDAHO diesen Tag zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie erklärte.

 

Nachstehend lesen Sie das aktuelle Statement von Frau Bärbel Kofler, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt:

 

"Überall auf der Welt werden derzeit Anstrengungen unternommen, um die COVID-19-Pandemie zu bewältigen. Ganze Länder befinden sich im Lockdown, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dabei wird oft vergessen, dass lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und intergender Personen in vielen Teilen der Welt von solchen Maßnahmen häufig besonders betroffen sind. Sie haben mit Stigma und Diskriminierung zu kämpfen. Sie werden auch häufiger Opfer von Gewalt.

Die internationale Gemeinschaft muss jede Form von Gewalt, Diskriminierung und Hass gegen LGBTI-Personen bekämpfen und sich für deren Rechte einsetzen. Bei der Suche nach Antworten auf die COVID-19-Pandemie müssen die Auswirkungen auf LGBTI-Personen besonders berücksichtigt werden. Ich erinnere daran, dass Menschenrechte, besonders die Rechte auf Menschenwürde und Gleichheit, jederzeit und universell für alle gelten. Das darf auch während einer globalen Gesundheitskrise nicht vergessen werden.

Deutschland setzt sich daher mit weltweiten Menschenrechtsprojekten, z.B. zum Schutz homosexueller Geflüchteter oder zur Unterstützung der Arbeit von Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidigern für die Menschenrechte der LGBTI-Community ein. Zum Beispiel gibt es noch immer mindestens 40 Länder, in denen Homosexualität strafrechtlich relevant ist, teilweise bis hin zur Todesstrafe. Das ist für uns nicht hinnehmbar! Genauso wenig wie Diskriminierung und Verfolgung auf Grund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir müssen uns daher auch in Zukunft in Deutschland, der EU und weltweit für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft einsetzen. Wir müssen auch in schwierigen Zeiten für Gleichheit und den Respekt von Vielfalt einstehen."

(Quelle: Auswärtiges Amt: https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/mrhhb-internationaler-tag-gegen-homo-bi-inter-und-transphobie/2341228)

 

Der Humanistische Verband Deutschlands setzt sich ein für ein selbstbestimmtes Leben. Hierzu gehört z.B. die individuelle sexuelle Orientierung.

 

Der Humanistische Verband Deutschlands LV Metropolregion Hamburg e.V.  beteiligt sich seit vielen Jahren mit einem als Friedenstaube dekorierten Velo-Taxi und einem immer stärker werdenden Fußtrupp an dieser Demonstration für Gleichberechtigung und Toleranz.

 

Der Hamburg-Pride anlässlich des Christopher Street Day wird bedauerlicherweise am 1. August 2020 in Hamburg nicht stattfinden können.

 

Der diesjährige Hamburg-Pride sollte unter dem Motto "Keep on fighting. Together." auch darauf aufmerksam machen, dass die Organisatoren auf 40 Jahre CSD in Hamburg zurückblicken. Wahrscheinlich wird den aktuellen Umständen geschuldet, 2020 keine Pride mehr in Hamburg stattfinden. Der HVD Hamburg freut sich schon darauf, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu können. AL